IN NAMEN DER TÜRKİSCHEN ARMENİER

Eine Seite aus der türkisch-armenischen Solidarität:

Gemeinsame Mitteilung von den türkisch-armenischen orthodox, katholisch und protestantischen Kirchen und Gemeinschaften am 30 Januar 2001.

Vergleiche dies mit den gegenwärtigen überseeischen Verleumdungen.

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IM NAMEN DER TÜRKİSCHEN ARMENİER

 MİTTEİLUNG

 Am 30. Januar 2001 fand im Bezciyan-Saal des Armenischen Patriarchats unter dem Vorsitz des Armenischen Patriarchen in der Türkei,Mesrob II., ein gemischt-konfessionelles Treffen statt, an dem neben dem Geistigen Rat des Armenischen Patriarchats eine Gruppe von 90 Vertretern der Armenischen Apostolisch-Orthodoxen Gemeinde, der Armenisch-Katholischen Gemeinde und der Armenisch-Protestantischen Gemeinde teilnahmen. Im Anschluss an die Beratungenwurde die folgende Mitteilung weltweit bekannt gegeben:

1) Bei der Aussprache über die tragischen Ereignisse des Jahres 1915, die von Historikern behandelt werden sollten, haben Abgeordnete des französischen Parlaments Meinungen vorgetragen, die Anlass zu ernsten Bedenken im Hinblick auf die Situation der in der Türkei lebenden Armenier  gegeben haben; gleiches gilt auch für gewisse Erklärungen von Einzelpersonen.

2) Wir haben bereits in einer früheren Mitteilung dazu erklärt, dass die in der Türkei lebenden Armenier als Individuen weder in wirtschaftlicher noch rechtlicher, sozialer oder religiöser Hinsicht irgendwelche Schwierigkeiten haben. Gerade ihre Religion können sie in völliger Freiheit praktizieren. Wie in jeder Gesellschaft gibt es jedoch manche Probleme verwaltungsbedingter Art. Diese haben Vertreter unserer Gemeinschaft den höchsten Autoritäten des Staates zur Kenntnis gebracht und warten jetzt auf die Lösung. Für die Armenier, die Bürger der Republik Türkei sind, ist – ebenso wie für alle anderen Bürger dieses Staates – das Parlament in Ankara, die Große Volksversammlung der Türkei, der Ort, an dem die Probleme der Armenier zu besprechen sind. Wir halten es für unangemessen, dass die Volksvertretungen anderer Länder für sich die Rolle der Beschützer der türkischen Armenier in Anspruch nehmen. Auf der Grundlage des Abkommens von Lausanne führen die türkischen Armenier ein ehrbares Leben im Land mit einem 540 Jahre alten Patriarchat, zwei Krankenhäusern, 57 Kirchen, 58 Stiftungen, 18 Schulen, 25 Chören, 17 Vereinen,  zwei Sportclubs, drei Zeitungen und fünf Zeitschriften.

3) Die Interventionen ausländischer Volksvertretungen, die der Umsetzung einer Reihe internationaler Strategien dienen, betrüben und beeinträchtigen uns, die wir das Schicksal dieses Landes teilen, ebenso wie alle anderen türkischen Bürger. Wir rufen Sie dazu auf, von diesem Verhalten Abstand zu nehmen.

Im Namen der Armenier der Türkei

Mesrob II. – Patriarch von Istanbul

Bischof Aram Ateşyan – Vorsitzender des Geistigen Rates

Erzbischof ŞahanSıvacıyan Vertreter des Patriarchen

und

Vertreter von Kirchen- und Stiftungsleitungen       (Unterschriften und Siegelabdrücke)

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